Vermutet wird ...

dass eine DLRG-Kreisgruppe zwischen 1953 und 1955 entstand. Ein genaues Datum gibt es leider nicht, da die Unterlagen nur lückenhaft vorhanden sind und teilweise nicht komplett weitergegeben wurden.

Allerdings hat sich durch die Recherchen unseres ehemaligen Leiter der Öffentlichkeitsarbeit ergeben, dass sowohl der Freibadbau in Böblingen 1953 als auch der Bau des Hallenbades in der Galgenbergstraße 1956 eindeutige Anzeichen sind, die auf die Gründung einer lokalen DLRG-Gruppe hindeuten. Es taucht erstmalig die "Ortsgruppe" Böblingen in Zeitungsberichten auf.

In der Chronik zur 100-Jahr-Feier der DLRG im Jahr 2013 ist vermerkt, dass die Ortsgruppe "1934 gegründet von Fritz Peter, Stuttgart, nach dem Krieg wiederbelebt von Paul Persing" wurde. Diese Aktivitäten müssen im Zeitraum ab 1953 gewesen sein. Die Gründungen wurden zum damaligen Zeitpunkt für mehrere Ortsgruppen durchgeführt, man sprach auch von "Kreisgruppe".

Nachdem 1960 der DLRG-Bezirk Glems Schönbuch gegründet wurde, bestand der Wunsch der Teilung der Kreisgruppe. Am 16. März 1963 wählten die Mitglieder aus Böblingen einen eigenen Vorstand und gründeten somit nachweislich eine eigenständige Ortsgruppe Böblingen.

Aus den Protokollen geht hervor, dass die Ortsgruppe 1957 ganze 17 Mitglieder hatte. Bereits 1962 war ein Mitgliederstand von 124 erreicht. Die Ortsgruppe entwickelte sich rasch zu einem regen Verein, so dass die Mitgliederzahl 1970 auf 481 stieg. Im April 1972 wurde der Stützpunkt Weil im Schönbuch gegründet, heute eine selbständige Ortsgruppe. 1973 folgten die Stützpunkt-Gründungen von Schönaich und Ehnigen, welche aber heute als solche nicht mehr existieren.

Im Jahr 1974 wurde erstmalig ein Jugendzeltlager am Badsee/Allgäu durchgeführt. Ettliche Zeltlager mit teilweise über 200 Kindern wurden in der Folge organisiert, am Trainingsabend platzte das Bad aus allen Nähten. Dies war mit Sicherheit auch dem demografischen Wandel geschuldet, da auch die Anzahl der Kinder durch die geburtenstarken Jahrgänge um 1960 ein Übriges dazu taten, die Anzahl der Teilnehmer nach oben zu bringen.

1975 hatte die DLRG Böblingen 538 Mitglieder. Die Stützpunkte Dagersheim, Schönaich und Waldenbuch (heute mit Steinenbronn eine eigenständige Ortsgruppe) wurden von Böblingen betreut.

Die Aktivitäten in der Ortsgruppe wurden immer vielfälltiger. Neben den Pfingstzeltlagern beteiligte man sich am Wachdienst an der Ostsee und führte die erste Ausbildung für Bootsführer durch. 1982 begann man mit dem Bau eines Jugendraums im Freibad Böblingen. In Eigenleistung entstand ein großer Versammlungsraum, ein Büro und eine Küche. Leider fiel dieser Raum dem Freibadumbau 1995-1997 zum Opfer. Durch das Engagement des damaligen (und heutigen) ersten Vorsitzenden wurde uns Platz für einen etwas kleineren Raum und einen Lagerraum zugestanden, welche mit viel Eigeninitive aufgebaut wurden.

1984 wurde das erste Fahrzeug angeschafft. Die Mitgliederanzahl hatte sich bei ca. 350 Mitglieder stabilisiert, jährlich wurden im Freibad ca. 100 Wachstunden geleistet und im Schnitt ließen sich 50 Personen jährlich zu Rettungsschwimmern ausbilden.

Seit 2002 kümmert sich der Vorstand auch um die Leitung der ehemaligen Ortsgruppe Dagersheim, Darmsheim, Aidlingen, welche sich wegen fehlender aktiver Mitglieder auflöste. Die Ortsgruppe übernahm dabei die zusätzliche Verantwortung für knapp 150 Mitglieder, die aus den umliegenden Gemeinden stammen.

Schwerpunkt Ausbildung

Unsere Schwerpunkte sind die Schwimmausbildung für Kinder und Jugendliche, die Rettungsschwimmausbildung für Jugendliche und Erwachsene sowie das Breitensportangebot Erwachsenenschwimmen. Während der Schulzeit halten wir einen geregelten wöchentlichen Übungsbetrieb ab, was eine hohe Einsatzbereitschaft von unseren Riegenführern fordert.

Wasserrettungsdienst

Unsere ehrenamtlich Aktiven leisten Wachdienst im Freibad Böblingen und beteiligen sich regelmäßig am Zentralen Wasserrettungsdienst der DLRG an Nord- und Ostsee.

Auf Anfrage leisten wir auch für Sie Wasserrettungsdienst bei Veranstaltungen in Bädern und an offenen Gewässern. Dafür verfügen wir über zwei Schlauch-Motor-Rettungsboote mit Außenbordmotoren, einen Mannschaftstransportwagen mit Materialanhänger und umfangreiche Funkausrüstung.